Verhalten von Menschen mit Demenz verstehen durch technisch unterstützte Diagnose- und Entscheidungsprozesse

Motivation

Demenz als Alterserscheinung schänkt häufig die Kommunikationsfähigkeit der Betroffenen ein. Sie suchen dann nach alternativen Wegen, ihren Bedürfnissen Ausdruck zu verleihen. Viele Menschen mit Demenz zeigen im Laufe der Zeit Verhaltensweisen wie starke Unruhe oder Aggression. Dies beeinträchtigt nicht nur ihr eigenes Wohlbefinden, sondern stellt auch für die Angehörigen und Pflegenden eine besondere Herausforderung dar.

Ziele und Vorgehen

Im Mittelpunkt des Projekts insideDem steht die nutzer- und werteorientierte Entwicklung einer technischen Entscheidungshilfe für den Einsatz in der häuslichen Versorgung von Menschen mit Demenz. Ziel ist es, basierend auf individuell gemessenen Sensordaten sowie Self- und Proxydaten, bei der Ursachensuche und beim Umgang mit sogenanntem herausforderndem Verhalten den Angehörigen Unterstützung zu bieten. Das System soll aus Hardware-Komponenten (Tablet und Sensor-Armband) und Software-Komponenten (z.B. Mobile App, Schnittstellen zu Pflegemanagementsystemen) bestehen. Dabei werden auch Schnittstellen zu Pflegemanagementsystemen vorgesehen. Die relevanten datenschutzrechtlichen Aspekte werden ebenfalls berücksichtigt.

Innovation und Perspektiven

Mit dem Projekt wird ein bisher nur im stationären Pflegeumfeld verfolgter Ansatz für den Umgang mit herausforderndem Verhalten auf die häusliche Versorgung von Menschen mit Demenz übertragen

Förderkennzeichen: 16SV7350
Laufzeit: 09/2015 – 08/2018